Beachten Sie bitte unsere neue Adresse Freiacker 1 in Bad Nauheim-Steinfurth
Der richtige Rosenschnitt

Rosen schneiden – Rosenpflege zum richtigen Zeitpunkt

Themenübersicht

Der Frühjahrsschnitt

Der Rückschnitt ist eine der wichtigsten Pflegemaßnahmen für Ihre Rosen und beginnt im zeitigen Frühjahr, etwa zur Blüte der Forsythien. Obwohl viele ihm mit großem Respekt begegnen, ist der Rückschnitt gar keine komplizierte Angelegenheit – und außerdem eine höchst wichtige für Ihre Freude an den Rosen: Schließlich fördert der fachgerechte Rückschnitt der Rosen im Frühjahr ganz entscheidend ihr Wachstum und ihre Blütenbildung.

Durch die neuen Triebe kann sich die Pflanze verjüngen und besser in Form halten. Damit alles klappt und hinterher blüht, haben wir Ihnen hier einfach kurz und bündig zusammengestellt, was beim Rückschnitt und der Rosenpflege zu beachten ist – gerne demonstrieren wir Ihnen den richtigen Rosenschnitt auch im Rahmen unserer alljährlichen Rosenschnittkurse und beantworten Ihre Fragen hierzu.

Das richtige Schneidewerkzeug

Sie benötigen die passende Ausrüstung, damit die Triebe beim Schnitt auf keinen Fall gequetscht werden, sondern eine glatte Schnittfläche erhalten. Bei hochwertigen Scheren schneiden Klinge und Gegenklinge aneinander vorbei und drücken nicht aufeinander. Für stärkere Äste sollten Sie eine spezielle Astschere parat haben.

Der richtige Schnittpunkt

Er liegt idealerweise immer ungefähr 1 cm über dem Auge, das sich stets unter einem Blattansatz befindet. Erfolgt der Schnitt zu knapp, besteht die Gefahr, dass es eintrocknet. Der Winkel des Schnitts ist am besten ein leicht schräger, wobei Sie nicht streng darauf achten müssen, ob das Auge nach außen oder nach innen zeigt.

Bei großen Beeten wäre das ansonsten sehr mühsam und ausgesprochen zeitaufwändig. Bei Strauch-, Kletter- und Hochstammrosen sollten Sie sich allerdings mehr Ruhe nehmen und etwas genauer schneiden und möglichst über den Augen schneiden, die nach außen zeigen. Hierdurch erhalten Ihre Rosen eine schönere Wuchsform.

Der richtige Zeitpunkt

Rosen, die von Juni bis Oktober blühen, sollten im Frühjahr, idealerweise zur Forsythienblüte zurück geschnitten werden. In einigen Regionen ist das bereits Anfang März oder auch erst Ende März oder Anfang April. Auf jeden Fall sollten Sie sich nicht schon durch die Februar-Sonne nach draußen locken lassen und nicht zu früh schneiden, denn durch den Rückschnitt zur richtigen Zeit werden die Rosen besonders motiviert, gut und kräftig auszutreiben.

Rosen, die nur einmal blühen, sollten Sie im Sommer nach der Blüte schneiden, wobei es dann lediglich darum geht, krankes und abgestorbenes Holz herauszuholen. Alle paar Jahre erfolgt dann ein etwas umfangreicherer Verjüngungsschnitt. Da sie aber sehr schöne Hagebutten ausbilden, ist der Schnitt immer nur eine Korrektur der Pflanze.

Welche Schnitte sollten unabhängig von der Rosengruppe durchgeführt werden?

  • Wenn Ihre Rosen verletzte Triebe haben oder sichtbare Frostschäden, wenn krankes und abgestorbenes Holz vorhanden ist oder an einzelnen Trieben Überwinterungsformen von Schädlingen zu sehen sind, beispielsweise schwarze Eier von Blattläusen oder Einstiche des Triebbohrers: Dann sollten Sie auf jeden Fall aktiv werden und Ihre Rosen bis ins gesunde Holz zurückschneiden.
  • Wenn die Triebe zu dünn sind, um starke Blüten zu halten – getreu der Erkenntnis, dass aus einem schwachen Seitentrieb nie ein neuer starker Haupttrieb wächst. Ein starker Rückschnitt bewirkt vielmehr einen ebenfalls kräftigen Neuaustrieb, und umgekehrt wird ein schwacher oder halbherziger Rückschnitt nur einen kürzeren Neuaustrieb hervorbringen
  • Wenn sich Triebe überkreuzen, wird der schwächere zu Gunsten des stärkeren herausgeschnitten. Dann können sie sich nämlich nicht mehr aneinander scheuern und verletzen, was dem Eindringen von Krankheitserregern in das Rosenholz Vorschub leisten würde.

Der richtige Rosenschnitt für einzelne Rosengruppen

Beachten Sie, um welche Rosegruppe es sich handelt, ob Sie beispielsweise eine Beetrose, Edelrose oder Strauchrose vor sich haben, da diese unterschiedlich stark geschnitten werden müssen. Wenn Sie allerdings nicht wissen, welcher Gruppe die wunderbar blühende Rose in Ihrem Garten angehört, dann schneiden Sie sie einfach der Wuchsform entsprechend um ein Drittel kürzer.

Die beschriebenen Schnittmaßnahmen gelten allesamt für Rosen, die jährlich geschnitten wurden. Sollten Sie jedoch eine Pflanze haben, die längere Zeit nicht geschnitten wurde, gelten besondere Bedingungen. Wir laden Sie herzlich ein, an einem der März-Wochenenden einen unserer Schnittkurse zu besuchen: Dort lässt sich dann in der Praxis schnell erkennen, wie Rosen richtig geschnitten werden und die Rosenpflege gelingt.

Schnitt von Edel-, Beet- und Zwergrosen

Jährlich, auf 3 bis 4 Augen herunter schneiden, was etwa 15 bis 20 cm Trieblänge entspricht.

Schnitt von Strauchrosen

Im ersten Jahr stellt man die Weichen für ein solides Grundgerüst, indem man Strauchrosen auf ca. 3-5 Augen, je nach Sorte zurückschneidet. Im zweiten Jahr bildet sich dann ein Gerüst der zweiten Ebene, das auf den starken Trieben des ersten Jahres aufsetzt und deren Triebe wieder auf ca. 3-5 Augen eingekürzt werden. Im darauf folgenden Jahr bildet sich dann ein weiteres Gerüst der dritten Ebene, welches um ein Drittel eingekürzt wird. Wichtig dabei ist das strauchartige Schneiden und Auslichten, was bedeutet, dass die Triebe an den Seiten etwas stärker zurückgenommen und zur Mitte hin etwas länger gelassen werden. Dadurch wird ein Verkahlen im unteren Bereich verhindert.

Wenn man im Sommer z. B. einen Strauch von ca. 150 cm Höhe haben möchte, sollte der Rückschnitt mindestens auf 100 cm erfolgen. In der Regel ist das ungefähr 1/3 der Trieblänge. Alle 5 Jahre sollte ein Verjüngungsschnitt vorgenommen werden.

Schnitt von Kletterrosen

Am besten, aber auch am aufwendigsten ist es, wenn man die Kletterrose von ihrer Rankhilfe löst. Dadurch hat man die Möglichkeit, dünne Seitenverzweigungen herauszuschneiden und alte Blätter des Vorjahres zu entfernen. Außerdem lassen sich die dadurch frei gewordenen Haupttriebe schneiden bzw. formen und biegen, denn das ist neben dem Schnitt das Wichtigste um eine blühfreudige Kletterrose zu bekommen.

Alte, verholzte Triebe sollten ganz oder auf wenige Augen eingekürzt werden, um den Austrieb von neuen Trieben zu fördern. Ein Teil der neuen, kräftigen Triebe sollte waagrecht oder spiralförmig nach oben geführt werden und der andere Teil der kräftigen, neuen Triebe sollte in verschiedenen Höhen zurückgeschnitten werden, damit eine bessere Verzweigung entsteht und die Pflanze von unten her nicht verkahlt.

Alle anderen mehrjährigen Verzweigungen schneidet man auf 3-5 Augen zurück, damit sich kurze Triebe bilden, die im Sommer blühen.

Schnitt von Bodendeckerrosen

Bitte ebenfalls auf 2 bis 3 oder 3 bis 4 Augen zurückschneiden. Wenn Sie möchten, können Bodendeckerrosen allerdings auch länger wachsen, um den Schnitt dann anstatt mit der Gartenschere mit einer Heckenschere durchzuführen.

Schnitt von Stammrosen

Bei Stammrosen sollten Sie den neuen Austrieb des letzten Jahres auf 2 bis 3 Augen einkürzen, wobei Sie hier eine gleichmäßige Kronenform stets im Auge haben sollten. Bei hängenden Sorten haben sie zusätzlich die Möglichkeit, starke Haupttriebe stehen zu lassen und nur Seitenverzweigungen und dünne Triebe aus der Basis herauszuschneiden.

Entfernen von Wildtrieben

Die sog. Wildtriebe erkennen Sie an dem meist hellgrünen Laub und daran dass die Triebe häufig sehr lang hinausschießen. Idealerweise sollte der Wildtrieb an seiner Austriebstelle abgerissen werden. Manchmal ist es dafür notwendig, die Erde so weit zu entfernen, dass man die Ansatzstelle an der Wurzel der Rose erkennt. Wenn man Triebe abschneidet, sollte man das direkt am Ansatz machen.

Pinzieren

Das sogenannte Pinzieren erfolgt ungefähr Mitte Mai, wenn die Austriebe kurz vor der Knospenbildung sind. Dies führt zu einer besseren Verzweigung des Busches und verleiht der Pflanze einen stabileren Aufbau. Durch das Entfernen der Neutriebe um etwa die Hälfte blühen die pinzierten Triebe verzögert. Der Zeitpunkt ihrer Blüte verschiebt sich um 2-3 Wochen im Verhältnis zu den ungeschnittenen Trieben.

Durch diesen Gärtnertrick erzeugt man einen künstlichen Zwischenflor, womit man eine kontinuierliche Blüte über viele Wochen erreichen kann.

Sommerschnitt

Damit öfter blühende Rosen immer wieder neue Blütentriebe entwickeln und der Ansatz von Hagebutten unterbunden wird, sollten Sie die verwelkten Blüten gleich entfernen, damit die Rosen etwa 4-6 Wochen später wieder blühen können. Bei Edelrosen entfernen Sie die verwelkte Blüte mitsamt zweier Blätter oberhalb des dritten Laubblattes.

Bei büschelblütigen Rosen schneiden Sie zunächst die verwelkte Blüte heraus und schneiden die gesamte Dolde – wenn sie verblüht ist – oberhalb des ersten Laubblattes ab. Ein zu starker Rückschnitt im Sommer führt zu einem starken Holzaufbau und kann die zweite Blütenbildung verzögern.

Zahlung & Versand

Wir versenden schnell und sicher mit GLS. Ab 150 € Pflanzenwert kostenfreier Versand wurzelnackter Rosen innerhalb Deutschland.
Mehr Infos
Ihre Vorteile bei uns
  • Rosen direkt vom Produzenten
  • Größte Stammrosen-Auswahl in Deutschland
  • Mehr als 600 verschiedene Rosen
  • Viel Zubehör zur Rosenpflege
  • Rosen Accessoires & Delikatessen
  • Top Beratung & Expertentipps
RosenPark Dräger – Ihr zuverlässiger Rosenexperte & Rosenberater mit hohem Qualitätsstandard
ÖFFNUNGSZEITEN

Montag bis Freitag:
8:00 Uhr - 18:00 Uhr

Samstag:
8:00 Uhr - 16:00 Uhr

Sonn- & Feiertage:
14:00 Uhr - 16:00 Uhr
(nur Verkauf, keine Beratung)

Hotline: 06032 / 92 52 70

E-Mail: info@rosenpark-draeger.de

UNSER ROSENKATALOG
facebook
*: inkl. Mwst., zzgl. Versandkosten